Unsere Kinder: Schon immer Hundenarren
Unsere Kinder, Emanuel und Magdalena, sind schon immer hundverrückt. Zu Weihnachten wurde auf den Wunschzettel immer ein Hund gemalt und umso enttäuschter guckten die beiden dann, wenn es wieder nur Süßigkeiten und Spiele als Geschenke gab.
Und auch die Ältere der beiden, Magdalena, freute sich mit ihren 10 Jahren nicht einmal mehr über Charms für ihr Bettelarmband, sondern wollte lieber einen Vierbeiner ihr eigen nennen. Immer wieder nervten die beiden uns und erzählten uns, dass ihre Freunde in der Schule auch alle Hunde haben. So sind Kinder ja gerne mal. Sie meinen, dass andere immer alles haben können und erlaubt bekommen, was natürlich meist nie so ganz stimmt. Wir hatten uns damals immer gegen einen eigenen Hund entscheiden, da wir Angst vor den Aufgaben hatten. Ein Hund braucht viel Verantwortung, die wir unseren beiden in jungen Jahren nicht zugetraut haben. Zudem würde er häufig alleine sein, sodass wir lange darüber nachdachten, uns wirklich ein Haustier zuzulegen bzw. in die Familie zu integrieren.
In diesem Jahr war es dann endlich so weit. Emanuel stand kurz vor dem Schulanfang und ließ sich von uns in aller Ruhe einkleiden. Jetzt, wo er fast sieben Jahre alt war und Magdalena fast das 11. Lebensjahr erreicht hatte, glaubten wir, dass die beiden genug Verantwortung für einen Hund übernehmen könnten. Und so gingen wir zu Freunden in der Nachbarschaft, die uns kurz zuvor über Nachwuchs ihrer Hündin informiert hatten und suchten uns dort den kleinen Charly aus, mit dem wir die Kinder dann überraschten. Sie freuten sich riesig über den Kleinen und gaben ihm seinem Namen, der bestens zu ihm passte. Er war kuschelig weich und hatte gleich ein richtig großes Herz für unsere Kinder, was uns natürlich sehr freute. Emanuel hätte fast vergessen, dass Schulanfang ist, sodass wir ihm und seiner Schwester die Schultüten hinterher trugen. Während der Feier war der Kleine dann erstmal wieder bei Freunden und hat sich nun gut bei uns eingelebt – von seiner Vorliebe für Plissees mal abgesehen – sodass die Kinder nicht mehr von einem Vierbeiner träumen müssen, sondern ihn jeden Tag um sich haben können.
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